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DJ Euro Stoxx 50: Zentraler Baissetrend bei 3.410 Punkten Der DJ Euro Stoxx 50 durchlief ab März 2003, ausgehend von 1.848 Punkten, eine mehr als vierjährige Hausse, die mit Höchstkursen um 4.573 Punkte im Juni 2007 ihren Höhepunkt fand. Anfang 2008 fiel der Index mit einem Verkaufssignal sowohl aus der technischen Top-Formation des zweiten Halbjahres 2008 als auch aus dem langfristigen Haussetrend mit einem Verkaufssignal heraus. Seitdem befindet er sich in einer intakten Baisse (definiert durch einen Kursverlust von mindestens 20 Prozent), die durch einen zentralen Baissetrend, der aktuell bei ca. 3.410 Punkten liegt, begrenzt wird. Innerhalb dieser Baissebewegung durchlief der DJ Euro Stoxx 50 von Mitte März 2008 bis Mitte Mai 2008 eine klassische Bear-Market-Rallye mit einem Kursanstieg von 3.418 Punkten bis in den Widerstandsbereich um 3.900 Punkte. Es schloss sich eine Abwärtswelle an mit einem Zwischentief im Juli 2008 bei 3.090 Punkten. In den folgenden Wochen durchlief der DJ Euro Stoxx 50 oberhalb von diesen Tiefstständen eine mittelfristige Trading Range (Support: 3.090 Punkte; Resistance: 3.430 Punkte). Diese Trading Range stellte aus technischer Sicht nur eine mittelfristige Stabilisierung dar, letztendlich mit einem trendbestätigenden Charakter nach unten. Zuletzt ist der Index – begleitet von dem negativen Newsflow aus der internationalen Finanzbranche – nach unten unter Druck geraten. Die neuen Baisse- bzw. Jahres-Lows von Mitte September zeigen, dass sich diese Baisse sowohl räumlich auch als zeitlich ausdehnen sollte. Als erste technische Konsequenz sollte die defensive technische Haltung beibehalten werden. Erst wenn der zentrale Baissetrend zur Disposition steht, sollte diese defensive technische Haltung gegenüber dem DJ Euro Stoxx 50 gelockert werden. Im Falle eines neuen, bestätigten Verkaufssignals sollte sich der Index in der alten, von mehreren Supports begleiteten Zone von 2.700 bis 2.900 Punkten (stammt aus dem Jahr 2004) festsetzen. Brasilianischer Bovespa-Index: Leise Töne nach sechs Jahren Sambaparty Mit Blick auf die führenden Aktienindizes der BRIC-Staaten („BRIC" steht für Brasilien, Russland, Indien, China) fällt auf, dass diese Aktienindizes nach den technischen Bilderbuchhaussen der vergangenen Jahre sukzessive diese Haussebewegungen verlassen haben. Als Konsequenz stehen an diesen Märkten übergeordnete langfristige Gegenbewegungen auf der technischen Tagesordnung. Der chinesische Shanghai Composite Index war bereits im November 2007 in eine Baisse hineingelaufen (Kursverlust bisher ca. 68 Prozent), der indische Sensex im zweiten Quartal 2008 (Kursverlust bisher etwa 41 Prozent). Nachdem sich der brasilianische Bovespa-Index dieser Bewegung im Sommer 2008 ebenfalls angeschlossen hatte (Kursverlust bisher ca. 38 Prozent), folgte als letzter Aktienindex der BRIC-Staaten der russische RTS-Index (in USD notiert). Der RTS-Index hat dabei aufgrund verschiedener Einflussfaktoren (z. B. Korrektur bei Rohstoffen) eine besonders hohe Abwärtsdynamik entwickelt (Kursrückgang von 58 Prozent in nur vier Monaten). Der brasilianische Bovespa-Index, der zurzeit die 66 liquidesten Aktien der Aktienbörse in São Paulo umfasst, war – ausgehend von 8.225 Punkten im Oktober 2002 – im Verlauf eines Haussetrends sowie eines Aufwärtstrendkanals um ca. 800 Prozent bis auf 73.920 Punkte im Mai 2008 gestiegen. Mit dem Take Profit- und dem Verkaufssignal von Mitte Juli 2008 (Verlassen des zentralen Haussetrends) ist die Stimmung grundlegend umgeschlagen und ein Kursrückgang von ca. 38 Prozent aufgetreten. Im Vergleich gegenüber der eigenen Historie wie auch gegenüber den Baissebewegungen an den anderen BRIC- bzw. Emerging Markets-Börsen ist dies bisher eher als unterdurchschnittlich zu bewerten, sodass die defensive, technische Haltung besonders gegenüber dem Bovespa-Index in den kommenden Monaten nicht gelockert werden sollte. SST |
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